Meine Kindheit und frühe Jugend verlief recht gewöhnlich. Ich war begeisterter Lego-Ingenieur und etwas später parallel dazu durch Sponsoring meines Großvaters ebenso begeisterter Märklin-Modellbahner.
Mit 13 Jahren meinte ich, von meinen bisherigen Leidenschaften Abschied nehmen zu müssen, um den Schritt vom Kind zum Jugendlichen zu vollziehen. Lego und Märklin verbannte ich von einem Tag auf den anderen. Dieser Schritt war vielleicht etwas abrupt, denn es folgten fast zwei Jahre der Irritation, und ich drohte ein gelangweilter Jugendlicher zu werden.
Der Beginn

Auf diesem bescheidenen Computer plus einem alten s/w-Fernseher und meinem damaligen Kassettenrecorder als Speichermedium lernte ich schnell, erste Programme in BASIC zu schreiben.

Der mit nur 1 KB Speicher ausgestattete ZX81 wurde mir schnell zu klein. Die noch angeschaffte RAM-Erweiterung auf 16 KB funktionierte leider nur unzuverlässig. Meine Gedanken kreisten nur noch um die Frage, ob der nächste Schritt ein Wechsel auf den Commodore VC20, den ZX81-Nachfolger Sinclair Spectrum oder auf den „großen“ Commodore C64 sein sollte.

Das globale Dorf

Ich fing an, alles über Akustikkoppler, Mailboxen und Datex-P zu lesen. Bald wurde mein Bedürfnis nach einem Akustikkoppler unerträglich. Ende 1984 wurden Akustikkoppler in Deutschland erschwinglich. Ich kaufte ein Dataphon s21d und die serielle Extension für den Userport des C64.
Kurze Zeit später trat ich dem Kreis der damaligen hannoverschen Leitstelle 511 des Hamburger Chaos Computer Clubs (CCC) bei. In dieser Zeit lernte ich neben der praktischen Erfahrung des "globalen Dorfs" und Systemen wie RSX11, VMS, UNIX, TOPS-10 auch interessante und sehr individualistische Leute kennen.
Über den Freewareservice der Bayerischen Hackerpost (B.H.P.) wurden damals auch zwei C-64-Programme von mir verfügbar gemacht: Data Hacker 64, ein Password-Tester auf Chat-Script-Basis (B.H.P. 6, Ende 1985), und ein X.25-NUA-Scanner (1986).
In der Hauptzeit des deutschen Hackertums bis ca. 1987 haben mich aber auch die persönlichen Kontakte sehr geprägt und einige Freundschaften von damals existieren auch heute noch.
Kommerz
Anfang 1987 wurde der treue C64 durch ein CP/M-System der Fa. Schneider abgelöst. Nach einigen Veröffentlichungen von BASIC-Programmen im DMV-Verlag und der Beschäftigung mit dBase II und 8080-Assembler war klar, dass der nächste Rechner ein IBM-PC-kompatibles System sein musste. Ein Freund hatte mir zuvor für einige Wochen seine DEC Rainbow 100A, ein nicht ganz IBM-PC kompatibles System von Digital Equipment Corp., geliehen, wodurch ich Gelegenheit hatte, mich mit MS-DOS 2, dBase III+ und Turbo Pascal vertraut zu machen.
Im März 1988 begann ich auf einem kurz zuvor erstandenen PC/AT (Intel/286, 1 MB RAM, Hercules Grafik, 20 MB Hd) erste kommerzielle Programmierarbeiten für ein EDV-Unternehmen in Hannover in dBase III+, Clipper '86 und S'87. Insbesondere die sehr guten Projektplanungen und positiven Erfahrungen in der Teamentwicklung haben mich sehr positiv beeinflusst. Im gleichen Jahr meldete ich mein noch heute ausgeübtes Gewerbe für Software-Entwicklung an. Seit dem habe ich durch regelmäßige Projektarbeiten viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen der EDV gesammelt.
Unix
Ende 1988 installierte ich ein Xenix/286 auf meinem AT und begann mein privates UNIX-Intensivstudium. Einige wenige andere Leute in Hannover, allen voran Gerald Schlüter mit seinem Public Access UNIX veeble, waren wie ich zeitgleich mit ihrem UNIX-Studium beschäftigt und es dauerte nicht lange, bis man sich zusammenfand, gemeinsam lernte und Themen wie C unter UNIX, curses, uucp, bnews, die UseNet-maps, smail, cnews, emacs, X-Window (damals X11R3) usw. erforschte.
Schon Anfang 1989 hatte meine kleine Maschine durch die Gemeinschaftsarbeit in diesem Kreis E-Mail und UseNet-Anschluß über uucp im SubNet-Verbund (mit meinem damaligen 1200 bps „Lightspeed“-Modem). Aus diesem alten hannoverschen Kreis ist später der HanNet e.V. entstanden. Noch heute hat mein Home-UNIX eine .han.de-Domain.
Ebenfalls auf dem Xenix/286 lernte ich erstmalig PROGRESS 4GL & RDBMS kennen. Anfang der 90'er habe ich dann mehrere Jahre intensiv mit diesem Entwicklungssystem in kommerziellen Projekten gearbeitet.

1998 bis heute

Unerwähnt bleiben darf natürlich auch die Windows-Welt nicht: Ja, auch damit habe ich mich beschäftigt. Kommerzielle Windows-Entwicklung in C++ und den MFC, C und Visual Basic war von 1995 bis 1998 mein primäres Betätigungsfeld.


Rückblickend betrachtet stelle ich fest, dass sich in den letzten 25 Jahres ganz schön viel im IT-Bereich getan hat und ich auch eine ganze Menge davon begleitet habe. Meine Begeisterung für das Thema ist ungebrochen.
